Nach den Sommerferien startet der Verband unter dem Kampagnentitel „Qualifikationsoffensive 2015“ neben dem üblichen – und notwendigen – Fortbildungsprogramm ein Qualifizierungsprogramm in zwei Richtungen:
Der Titel zeigt, dass die Kampagne auf Nachhaltigkeit angelegt ist. Sie startet nach den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen.
Ziel der Qualifikationsoffensive ist zum Einen die Zertifizierung von mindestens 100 Kanzleien bis zum 31.12.2015. Darüber hinaus soll die betriebswirtschaftliche Fortbildung als eine permanente Säule der Fortbildung der Akademie neben den Praktiker-Seminaren und den Vorbereitungslehrgängen auf Berufsprüfungen etabliert werden.
DStV-Qualitätssiegel – DStV-QS:2010
Gab es früher das sogenannte dreistufige DStV-Qualitätssicherungsprogramm, so hat sich dieses inzwischen zu einem zweistufigen Programm entwickelt, da die Anforderung an das DStV-Qualitätssiegel nicht nur denen der formalen Zertifizierung nach ISO 9000:2008 entsprechen, sondern durch berufsspezifische Anforderungen ergänzt werden.
Unter Anlegung dieses Maßstabes ist festzustellen, dass das DStV-Qualitätssiegel einerseits als ein höherwertiger Qualitätssicherungsnachweis aufgrund der berufsspezifischen Ausrichtung bezeichnet werden kann, als die formale Zertifizierung nach ISO 9000:2008, andererseits gibt es Belastungs – und Kostenerleichterungen:
Während das Audit zur formalen Zertifizierung nach ISO 9000:2008 in jedem Jahr zu wiederholen ist, was mit entsprechenden Vorbereitungsbelastungen und Kostenbelastungen einhergeht, ist das Audit des DStV-Qualitätssiegels nur alle zwei Jahre zu wiederholen. Einzelheiten können Sie unter www.dstv.de, dort: „Für die Praxis, DStV-Qualitätssiegel“, nachlesen.
Der Verband startet die Offensive am 16. September 2011 mit einem ganztägigen Einführungsseminar mit dem Thema
„Wege zum DStV-Qualitätssiegel“. Die Einladungen sind bereits über den Newsletter und per Post versandt worden; siehe auch unter
www.stbverband-koeln.de, „Veranstaltungen“.
Zur Umsetzung des Programms hat der Verband mit StB/WP Dipl. Ökon. Werner Erlinghagen, einen hochqualifizierten Fachmann im Bereich „Qualitätssicherung“ als Coach und Betreuer gewonnen, der unseren Verbandsmitgliedern bei der weiteren Vorbereitung für das formale Audit zur Seite steht.
Werner Erlinghagen hat maßgeblich an der inhaltlichen Ausgestaltung des
DStV-QS:2010 mitgearbeitet und ist für die übereinstimmende Interpretation der fachlich-inhaltlichen Beurteilungsgrundlage für die externen DQS-Auditoren tätig. Werner Erlinghagen kann auf eine jahrelange Erfahrung als Senior-Auditor bei der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) zurückblicken. Das Projekt des Verbandes steht unter der Überschrift
„Von Berufsangehörigen für Berufsangehörige“.
Nach dem Einführungsseminar werden die teilnehmenden Praxen in Workshopgruppen zusammengefasst, um sich gemeinsam auf das Audit zur Zertifizierung vorzubereiten. Wünschen zur Zusammenarbeit wird weitgehend entsprochen.
Der weitere Weg sieht wie folgt aus:
Zunächst findet in den Kanzleien der Workshopgruppe durch den Coach eine Ist-Aufnahme statt; ggf. werden Auflagen erteilt, um die Mitglieder des Workshops auf eine einheitliche Ausgangsbasis zu stellen.
In der Folge finden in einem Zeitraum von fünf bis sechs Monaten fünf ganztägige Workshops statt, an denen mehrere Kanzleien, in der Regel bis zu drei Personen je Kanzlei, teilnehmen können. Inhalt dieser Workshops ist die Besprechung und das Abgleichen der bisherigen Vorbereitungsarbeit sowie die Verteilung neuer Aufgaben zur Qualitätsanpassung (siehe auch den folgenden Artikel von StB/WP Erlinghagen „DStV-QS 2010 – Wege zur Zertifizierungsreife“).
Ziel ist es, die Gruppe der Kanzleien in fünf ganztägigen Workshops auf das Audit vorzubereiten.
Die Workshops beginnen im Oktober 2011, so dass die Audits im April/Mai 2012 abgenommen werden können.
Das Audit wird durch die DQS in jeder Kanzlei individuell durchgeführt.
Die teilnehmenden Kanzleien müssen mit folgenden Kosten rechnen.
Veranstalter der Workshops ist der Verband; die Gebühren belaufen sich je Kanzlei auf 2.500,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer. In diesem Betrag ist die Teilnahme von bis zu drei Vertretern einer Kanzlei enthalten. Für jeden weiteren Teilnehmer sind 500,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer zu zahlen.
Die Workshops verstehen sich einschließlich der üblichen Vollbetreuung.
Die Ist-Aufnahme in den Kanzleien vor dem ersten Workshop ist obligatorisch, um für die beteiligten Kanzleien eine einheitliche Ausgangslage zu schaffen. Die Kosten belaufen sich auf 1.300,00 € einschließlich Reisekosten zuzüglich Mehrwertsteuer; sie werden direkt mit dem Coach abgerechnet.
Zwischen den Workshops besteht für jede Kanzlei die Möglichkeit, mit dem Betreuer Termine zur individuellen Beratung zu vereinbaren. Die Kosten belaufen sich für halbe Tage auf 700,00 €; für ganze Tage auf 1.300,00 € einschließlich Reisekosten zuzüglich Mehrwertsteuer. Diese Kosten werden direkt mit dem Coach abgerechnet.
Die Kosten für die Abnahme des Audits durch die DQS betragen bei Kanzleien bis zu zehn Mitarbeitern 2.140,00 € einschließlich Reisekosten zuzüglich Mehrwertsteuer. Hier erfolgt die Rechnungsstellung durch die DQS.
Die Kosten des Audits für Kanzleien mit mehr als zehn Mitarbeitern sind höher und nach der Zahl der Mitarbeiter gestaffelt.
Weitere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle des Verbandes.
Betriebswirtschaftliche Kompetenzförderung
Seit Jahren steht der steuerberatende Beruf unter einem enormen Konkurrenzdruck vieler anderer Berufe; zu nennen sind insbesondere Kontierer, Buchhaltungsservices und Unternehmensberater. Darüber hinaus machen es leicht handhabbare Computerprogramme immer mehr auch Mittelständlern möglich, die Buchführung selbst zu erledigen. Die in früheren Jahren klassischen Tätigkeitsfelder wie Buchhaltung und Deklarationsberatung gehen dem steuerberatenden Beruf mehr und mehr verloren. Neben entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahmen und Spezialisierungsmaßnahmen, die mit der Bezeichnung „Fachberater“ verdeutlicht werden, ist die intensive und kontinuierliche betriebswirtschaftliche Beratung des Mandanten eine der wichtigsten Maßnahmen der Mandantenbindung.
Der Steuerberater ist im Prinzip der natürliche betriebswirtschaftliche Berater des Mandanten und er sollte auch der wichtigste betriebswirtschaftliche Berater sein. Dem Steuerberater liegen in der Regel als erstem die Mandantenzahlen aus der laufenden Buchhaltung vor. Diese sind vom Berater laufend zu prüfen und dem Mandanten permanent zu interpretieren. Sollte Handlungsbedarf zu erkennen sein, sind dem Mandanten entsprechende Maßnahmen vorzuschlagen.
Die betriebswirtschaftliche Qualifikation ist gerade bei Bankengesprächen von großer Bedeutung. Die Kreditsachbearbeiter der Banken sind häufig auch bei kleineren Häusern hervorragend ausgebildete Fachleute, die Kreditentscheidungen entsprechend vorbereiten. Der Steuerberater sollte diesen stets auf Augenhöhe begegnen können.
Die betriebswirtschaftliche Qualifikationsoffensive des Verbandes wird von seiner Akademie unterstützt und beginnt im Herbst mit drei Veranstaltungen, für die hervorragende Fachleute gewonnen werden konnten.
Wir beginnen am 04. November mit dem Thema „Mittelstandsfinanzierung“, für das wir Prof. Dr. Diethard Simmert von der „International School of Management“, Dortmund, gewinnen konnten.
Prof. Simmert war früher selbst Bankenvorstand und ist dann in die Wissenschaft gewechselt. Er verknüpft aufgrund dieser Erfahrung Theorie und Praxis in besonderem Maße.
Im Dezember geht es mit zwei Seminaren weiter, für die wir StB Dr. Andreas Nagel, Hannover, gewonnen haben. Dr. Nagel ist für seine Referententätigkeit auf der Ebene der Bundessteuerberaterkammer deutschlandweit bekannt.
Am 06. Dezember wird Dr. Nagel zum Thema „Die betriebswirtschaftliche Beratung als Geschäftsfeld für Steuerberater“ referieren.
Am 13. Dezember sind Zielgruppe des Seminares Mitarbeiter in Steuerberatungskanzleien unter dem Thema „BWL – Basisseminar für Mitarbeiter“.
Bitte beachten Sie die Einladungen zu den einzelnen Terminen.
Unsere „Betriebswirtschaftliche Qualifikationsoffensive“ werden wir im Jahre 2012 mit sechs weiteren Seminaren, die teilweise auch für Mitarbeiter bestimmt sind, intensivieren.
Darüber hinaus werden wir im Mitarbeiter-Seminar 2012 einen Termin für betriebswirtschaftliche Praxisthemen der Mitarbeiter einplanen.
Sozialversicherungsrechtliche Neuerungen und Schwerpunkte 2012
28.02.2012, Köln
mehrBeratungsschwerpunkte bei der Jahresabschlusserstellung unter besonderer Berücksichtigung des BilMOG
05.03.2012, Köln
mehrKörperschaftsteuererklärung 2011
08.03.2012, Köln
mehrEinkommensteuererklärung 2011 für Freiberufler und Gewerbetreibende
14.03.2012, Aachen
mehrEinkommensteuererklärung 2011 für Freiberufler und Gewerbetreibende
20.03.2012, Bonn
mehr